Bundesgerichtshof, Urteil v. 22.10.2019 – X ZR 48/17: Voraussetzungen des Schenkungswiderrufs

Der Widerruf einer Schenkung wegen groben Undanks setzt keine dezidierte rechtliche Begründung voraus.

Der Widerruf einer Schenkung gemäß § 530 BGB setzt aus objektiver Sicht eine Verfehlung des Beschenkten von gewisser Schwere voraus. Darüber hinaus muss die Verfehlung auch in subjektiver Hinsicht nachvollziehbar sein.

Die Prüfung bzw. gerichtliche Beurteilung der subjektiven Sichtweise setzt dabei in der Regel auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit den emotionalen Aspekten des dem Widerruf zugrunde liegenden Geschehens voraus.

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