Neuropsychologische Beschwerdevalidierung

|   Fachartikel Neuropsychologie

Um im Einzelfall eine möglichst präzise Aussage über die Wahrscheinlichkeit negativer Antwortverzerrung treffen zu können, ist es neben dem Einsatz möglichst sensitiver und hochspezifischer Verfahren notwendig, die Grundrate negativer Antwortverzerrung in einer, einem Exploranden möglichst gut entsprechenden, Vergleichspopulation zu ken- nen. Für Patientengruppen in der Schweiz existierten hierzu bislang keine Daten. Diese Lücke schliesst die hier vorgelegte empirische Arbeit (Publikation 1). Zudem weist sie soziodemographische Faktoren und Diagnosegruppen aus, welche die Wahrscheinlich- keit unzureichender Anstrengungsbereitschaft und sicherer Aggravation signifikant erhöhen.

Plohmann, A.M., Hurter M. (eingereicht). Prevalence of poor effort and malingered neurocog- nitive dysfunction in litigating patients in Switzerland. Zeitschrift für Neuropsychologie

Keppler, C., Plohmann, A.M., Pflüger, M., Rabovsky, K., Langewitz, W., & Mager, R. (2017). Beschwerdenvalidierung in der versicherungsmedizinischen Begutachtung. Fortschritte der Neurologie und Psychiatrie, 85, 17-33.

Frei, A., Balzer, C., Gysi, F., Leros, J., Plohmann, A. M., & Steiger-Bächler, G. (2016). Kriterien zur Bestimmung des Schweregrades einer neuropsychologischen Störung sowie Zuordnungen zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit. Zeitschrift für Neuropsychologie, 27 (2), 107-119.

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